iPhone

Oh hey, ein neues Format auf dieser Seite.

Statt täglich oder eher unregelmäßig einzelne Sachen zu dokumentieren – und so noch mehr Noise in die Kanäle zu bringen – gibt es ab sofort eine wöchentliche Ausgabe mit Kram den ich die Woche über als interessant einstufe, oder der sonst irgendwie passiert ist.

Da ich selbst Fan derartiger Beiträge bin und gerne mal wieder ein paar Worte in dieses Fenster hier eingeben möchte, die nicht nur aus Code bestehen, gibt es nun eine Retrospektive in dieser Form. Genug begründet, nachfolgend Ausgabe 1.

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Heute war es dann wieder soweit: Das neue iPhone wurde geliefert bzw. konnte nach stundenlangem Anstehen vor einem Apple Store käuflich erworben werden. Ein ‚kurzer‘ Eindruck.

Der Rollout neu vorgestellter Produkte geht bei Apple ja bekanntlich immer recht schnell, – anders wie z.B. bei dem Microsoft Surface, wo auf der Keynote weder Preis noch Verfügbarkeit genannt wurde – so auch in diesem Jahr beim iPhone 5, Keynote am 12. September, Verkaufsstart am 21. September.

Wie dem auch sei, ich bekam mein Exemplar von der Telekom, zwecks Vertragsverlängerung subventioniert, also alles halb so schlimm.

Gewicht & Offensichtliches – 90-60-90?

Wie das iPhone 5 aussieht, ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr und dürfte mittlerweile auch jeder kennen. Viel interessanter fand ich beim Erstkontakt, wie sich die 112 g in „Natura“ anfühlen, der Gewichtsunterschied zum iPhone 4S (140 g) fühlt sich definitiv mehr an als 20%. Das iPhone 5 wirkt nicht mehr so klobig wie seine beiden Vorgänger, was nichts negatives darstellt, da die Verarbeitung und die verwendeten Materialien definitiv gewohntes Apple-Niveau bedienen. Das Aluminiumgehäuse begrüße ich sehr, gefiel mir beim Ur-iPhone schon sehr gut. Das Gewicht und die reduzierte Höhe ergeben zusammen ein abgerundetes und wertiges Gesamtbild.

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Display – Gorilla Glass 2, mehr Farben & +1 Reihe

Endlich hat Apple sich getraut! Nachdem mittlerweile die meisten Konkurrenten des iPhones schon fast TV-ähnliche Displaygrößen erreicht haben und kaum noch in die Hosentasche passen, hat Apple den Sprung zu den 4″ gemacht. Großartig.

Auf eine Homescreen-Seite passen nun ganze 6 Reihen voll Apps, wobei ich immer eine Reihe frei lasse, die sogenannte „Wischzone“. Das Display ist im Vergleich zum iPhone 4S deutlich gesättigter und farbechter, was besonders auffällt, wenn man Bilder im Web ‚Side-to-Side‘ betrachtet. Der irgendwas mit 40% größere Farbraum ist also nicht nur daher geredet, man sieht ihn auch. Die ganze Geschichte hat nun auch ein Layer weniger, was den Display dünner und weniger reflektierend macht, das ganze verpackt in Gorilla Glass 2, also noch unempfindlicher und stabiler.
Was soll man sonst noch sagen? 4″ sind besser als 3,5″, durch die unveränderte Breite erreicht man mit seinem Daumen dennoch gut alle Bereiche des Bildschirms.

EarPods – Irgendwie eine Überraschung

Das Apple neue Kopfhörer herausbringt war ja schon auf der Keynote (sofern man von den Leaks mal absieht) eine Überraschung, oder? Auch wenn ich von den neuen Stöpseln nicht sonderlich viel erwartet habe – da ja bekannt ist, wie suboptimal die Alten waren – wurde ich heute etwas überrascht, von den zunächst merkwürdig / ungewohnt anmutenden EarPods.
Nach kurzem umstellen auf diese nicht In-Ear Kopfhörer war ich vom Klang schon recht begeistert, die Tiefen sind für solche „offenen“ Teile sehr ausgeprägt, aber nicht zu penetrant, die Mittel- und Hochbereiche recht differenziert und allgemein kann man sich das wirklich antun, im positiven Sinne. Da sie beiliegen und selbst einzeln gekauft nur 29€ kosten, eine klare Empfehlung. Passen tun sie auch recht gut, nur jeder hat halt irgendwie andere Ohren, daher kann ich hier nur für meine sprechen.

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Der Rest – A6, Lightning Connector, …

A6 Chipsatz hat definitiv Dampf, nicht nur im Benchmark. Die gesteigerte Leistung spürt man permanent, Apps starten erheblich flotter und laufen performanter, nichts allzu überraschendes also, Dinge, die man erwarten kann.

Strom und Daten kommen nun nicht mehr über den alten 30-Pin Dock Connector, sondern über den neuen, kleinen und beidseitig passenden „Lightning Connector“, welcher Zubehörhersteller sowie Besitzer etwas verärgern dürfte, auch das es noch kein passendes Dock gibt, gefällt mir eher weniger gut, aber das kann ja noch kommen. Die Kamera ist wie gehabt und ersetzt auch weiterhin eine extra Point & Shoot Knipse, wobei sich unter anderem die Low-Light Performance nochmals verbessert hat, im Vergleich zum 4S.

TL;DR

Meinem ersten Eindrücken nach ist das iPhone 5 eine gelungene Weiterentwicklung in der iPhone Familie, die definitiv in die richtige Richtung zeigt. Die neue Optik und Haptik überzeugt, die inneren Werte ebenso.

„The Glif“ ist eine der Erfolgsgeschichten, die die ‚Crowdfunding‚-Plattform Kickstarter hervorgebracht hat. Doch kann die 30$ teure iPhone Stativ-Halterung überzeugen?

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First things first, was ist, macht & kann der Glif denn eigentlich?

Der Glif hilft dabei, das iPhone 4/4S auf ein Stativ zu schnallen, oder / und das iPhone in verschiedenen Winkeln aufzustellen, z.B. auf einem Tisch. Das ganze ist ziemlich genial und vor allem kompakt konstruiert.

Aus Gründen habe ich letztens mein iPhone 4 gegen ein iPhone 4S getauscht, durch die recht ansehnliche Kamera des neusten iPhones wollte ich den schon länger verfolgten Glif natürlich noch mehr haben als zuvor. Ich verfolgte das Projekt schließlich schon während des ‚funding‘ Prozesses auf Kickstarter.

Also bestellte ich mir dann spontan den Glif+ (Plus Package), welcher neben dem eigentlichen Glif noch den sogenannten „Serif“ und „Ligature“ beinhaltet, oder anders gesagt, sind diese beiden Dinge ein zusätzlicher vertikaler ‚Bügel‘, welcher das iPhone auch kopfüber, oder unter heftigeren Gegebenheiten fest im Glif hält und eine kleine Schraube, die in das Stativgewinde des Glifs kommt, welchen man dann z.B. am Schlüsselring befestigen kann. Ziemlich praktisch, wenn man den Glif so immer dabei hat.

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Nach der üblichen Laufzeit einer Sendung aus dem Vereinigten Königreich kam der Glif dann auch vor einigen Tagen an. Die Verpackung kommt recht kompakt daher und besteht aus natürlich aussehender Pappe, im inneren findet man den Glif, Serif und Ligature – wer hätte das gedacht?

Die ganze Geschichte macht einen wertigen und gut verarbeiteten Eindruck, der Glif besteht aus Kunststoff, welcher ziemlich Steif aber doch leicht flexibel ist, ausleiern wird das denke ich nicht so schnell, wenn überhaupt.

Die erste Anprobe am iPhone überraschte mich dann doch etwas, der Glif sitzt Millimeter genau, ich bin zwar kein Ingenieur, aber hier wurde wirklich extrem passgenau gearbeitet, so wie man sich das vorstellt.
Der Glif lässt sich zudem ziemlich einfach am iPhone befestigen, hält aber anschließend das iPhone sehr fest an seiner Position. So kann man auf unschöne Situationen wie z.B. das kaputte iPhone vom Boden aufheben verzichten, wunderbar.

Auch das erst „teuer“ anmutende 30$ Preisschild ist meiner Meinung nach gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass der Glif nicht in vollautomatisierten Fertigungsstraßen in Massenproduktion hergestellt wird, sondern in einer kleinen Firma in den Vereinigten Staaten.
Qualität hat nun mal seinen Preis, auch wenn das manche Leute nicht glauben können oder wollen.

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Fazit oder „Taugt das Teil was?“

Falls man mit dem iPhone 4/4S häufig fotografiert, besonders mehr als nur schnelle Schnappschüsse, weil einem – wie mir – die wenigen Einstellmöglichkeiten und die Herausforderung, mit einem „Telefon“ gute Bilder zu machen gefällt, dann definitiv.

Die Verarbeitungsqualität, Kompaktheit und die Möglichkeit, das iPhone mithilfe des Glifs auch auf einem Tisch – flexibler als mit dem iPhone Dock – ordentlich hinzustellen, überzeugt mich vollends.

Nachfolgenden noch das Produkt-Video von „Studio Neat“, dem Hersteller dieses tollen Teils. Kaufen kann man den Glif, wie zu erwarten, auf der Website für 20$ bzw. 30$ zzgl. Versand.

 

Wer übrigens noch ein passendes Stativ sucht, dem kann ich die GorillaPods von Joby empfehlen. Die haben auch Stative für DSLR’s im Sortiment, nutze selbst eines der „Focus“ Serie, großartige Teile.

Also kommt iA Writer nun für das iPhone, finde ich an sich eine gute Sache, doch weiß ich noch nicht, wie das Handling auf dem vergleichsweise „kleinen“ iPhone Display wird. Abwarten und ausprobieren.