Google+

google-plus

Für mich hat es sich „ausgekreiselt“.

Irgendwie zeichnete es sich ja bereits ab, aber heute habe ich (mal wieder) festgestellt, dass Google+ nichts für mich ist. Der anfängliche Hype ist verflogen und auch sonst bietet mir das Social Network von Google keinerlei Anreize mehr, mich – mehr oder weniger – aktiv dort zu beteiligen. Wobei ich dort sowieso mehr gelesen als gepostet oder +1’t habe.


Das „Google+ ungut finden“ Phänomen ist ja irgendwie schon bekannt, ich hab ähnliches auch bei vielen anderen Bloggern und Freunden erlebt, die Google+ schon nach kurzer Zeit den Rücken kehrten. Zahlreiche Gründe wurden genannt, aber die meisten spiegeln auch meine jetzige Meinung wieder: Wozu brauche ich Google+, wenn ich einen Blog, Twitter und Facebook habe?

Ich nutze Facebook ausschließlich privat, sprich mit Personen die ich auch im ‚echten Leben‘ kenne, und so mit eben diesen in Kontakt zu bleiben. Bei Twitter bin ich mittlerweile seit 2008 angemeldet, habe aber erst kürzlich den „echten“ Mehrwert des Dienstes für mich entdeckt und zu schätzen gelernt.

Google+ ist irgendwie eine Mischung aus beidem, man kann es wie einen Blog ‚betreiben‘, also längere Beiträge verfassen und sogar mit gängigen Formatierungen versehen, oder aber man nutzt es zum konsumieren von Nachrichten oder anderen Inhalten, die einen interessieren. Ich gehörte, wie zu beginn gesagt, zu letzterem, ich kreiste News und Tech-Seiten ein, und auch einzelne Personen deren Inhalte mich interessieren.

Anders als bei Twitter nehmen die Beiträge bzw. die Kernaussagen erheblich mehr Raum ein, so dass alles „aufgeblasen“ erscheint, ihr wisst was ich meine. Die Kompaktheit und das auf das wesentliche reduzierte wie bei Twitter, oder zum Teil auch auf Facebook, ist hier gänzlich fremd. Nicht zuletzt finde ich aber die Kommentare, und wie diese dargestellt werden mehr als suboptimal, oftmals nehmen die Kommentare mehr Raum ein, als die Mitteilung an sich, was meiner Meinung nach nicht im Sinne eines solchen Netzwerkes liegen sollte. Die Mitteilung, Nachricht, das Bild oder Video sollte klar getrennt und sofort ersichtlich sein, und nicht durch die teilweise dummen Kommentare in den Hintergrund gerückt werden.

Zur iOS App braucht man nicht viel sagen, sie erinnert stark an das alte Facebook App und scheint mehr schnell als recht entwickelt worden zu sein, ob das aus Marketing bzw. Strategischen-Gründen (Android) passiert, weiß ich nicht, vermuten kann man es aber.


Doch das ist nur meine Sicht der Dinge, ich möchte keinesfalls alles schlecht reden, was Google dort aufgebaut hat und sicherlich werden viele anderer Meinung sein, aber für mich rentiert sich die Nutzung von Google+ einfach nicht.

Ich bleibe bei meinem Konzept: Das hier für Beiträge & Artikel, Twitter für allerlei andere Dinge und Facebook für Privates. Punkt.

Was meint ihr?

Artikel